3.1 Chemische Bindung 

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3.2  Ionenbindung

Wie jeder Naturprozess kann auch die Bindung zwischen zwei Atomen nur unter Energieabgabe bzw. Energiegewinn (Energieaufnahme) selbständig ablaufen.

Mit der Ionisierungsenergie und der Elektronenaffinität allein ist die Bildung von NaCl, Natriumchlorid (Kochsalz) nicht zu erklären:

Na (g) + 1/2 Cl2 (g) ¾¾® NaCl (g)                 ? eV
                    Na (g) ¾¾® NaÅ (g) + e-      +5,1 eV
1/2 Cl2 (g) + e-       ¾¾® Cl- (g)                -3,6 eV
¾¾¾¾¾¾¾¾¾¾¾¾¾¾¾¾¾¾¾¾¾¾¾¾¾
Na (g) + 1/2 Cl2 (g) ¾¾® NaCl (g)            +1,5 eV

Kochsalz ist trotz positiver "Reaktionsenergie" ein äußerst stabiles Kristall, das ohne erhebliche Energiezufuhr nicht in die Elemente umgewandelt werden kann.

Ionisierungsenergie und Elektronenaffinität sind also nicht die entscheidenden Energien, die eine Bindung, die Ionenbindung, entstehen lassen.

Ist die Ionisierungsenergie eines Elementes sehr hoch, so kann sie jedoch die Bindungsbildung verhindern!

Die während der Bildung von Ionenkristallen freigesetzte Kristall-Gitterenergie lässt die Reaktion zur Ionenbindung selbständig ablaufen:

NaÅ Cl-    ¾¾® NaCl (s)      Gitterenergie pro "Molekül" = -1,3·10-18 J

Die Reaktion Na (g) + 1/2 Cl2 (g) ¾¾® NaCl (s) verläuft somit unter Energiegewinn von -11,5·10-19 J pro gebildetem "Molekül".

Ionenbindung:

    3.3 Stöchiometrie 

© Prof. Dr. M. Häberlein in FH Frankfurt a. M., Fachbereich 2: Informatik und Ingenieurwissenschaften