3.6.2 Molekülorbitale 

               Index ACH 

3.7  Intermolekulare Kräfte

Intermolekulare Kräfte erklären z.B. die Struktur von AlCl3 valenzelektronisch. Als Übergangsstruktur existiert ein "Addukt" zweier AlCl3-Moleküle.

Gegenüber den Halogenwasserstoffen höherer Halogenide zeigt HF ungewöhnlich hohe Siede- und Schmelztemperaturen. Das ist mit dem hohen Dipolcharakter des Moleküls zu erklären. Es baut - ähnlich einem Ionengitter -  H-F-H-F- Strukturen zu einem makromolekularen Stoff auf - Wasserstoffbrückenbindungen.              makro = groß, riesig

Wasserstoffbrückenbindungen sind die Bindungskräfte, die dem leichten (ca. 18 g/mol) und kleinen Wassermolekül die relativ hohen Schmelz- und Siedetemperaturen verleihen.

Polare Anziehungskräfte sind Dipol-Dipol-Kräfte. Ihre Stärke lässt sich mit der Elektronegativitätsdifferenz abschätzen.

Polarisierung der Wasserstoffverbindungen der 2. Periode:

LiH         Lithiumhydrid ist ionisch aus LiÅ und H- aufgebaut. (Ionenkristallgitter)

BeH2      Ionenkristall mit Wasserstoffbrücken

BH3        Die Elektronenlücke am Bor - Sextett ! - favorisiert die Wasserstoffbrückenbindung.
               BH3 existiert nur dimer als  Diboran

CH4        nach außen unpolar, da tetraedrisch; geringe D EN verbieten Wasserstoffbrückenbindungen

NH3        polar; tetraedrisch mit einem freien Elektronenpaar; mäßig starke Wasserstoffbrückenbindung

H2O        stark polar; starke und dreidimensional wirkende Wasserstoffbrückenbindungen

HF          stark polar; starke Wasserstoffbrückenbindung

Kräfte, die die Abstoßung von Atomen und Molekülen auf geringe Distanz und die Anziehung auf weiterer Distanz bewirken, werden van der Waals - Kräfte genannt. Sie erklären z.B. die Kondensation bzw. die Verfestigung von Stoffen. Van der Waals-Kräfte beruhen auf den Elektronenstrukturen und auf Kernkräften (Ladungsdichte).

Van der Waals Kräfte und Wasserstoffbrückenbindung:

 

 Struktur des Wassers; Wasserstoffbrückenbindung:

  Beispielaufgaben  

      

    3.8 Metallbindung 

© Prof. Dr. M. Häberlein in FH Frankfurt a. M., Fachbereich 2: Informatik und Ingenieurwissenschaften